Heiliger Georg und heiliger Alexander

Heiliger Georg und heiliger Alexander

In: Die Ritter. Katalog der Burgenländischen Landesausstellung 1990 auf der Burg Güssing vom 4. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Harald Prickler. Burgenländische Forschungen. Sonderband. 8. – Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv - Landesbibliothek 1990. 338. 4° Objekt-Nr.: X 53, S. 312.

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Leihgeber: Keresztény Múzeum / Christliches Museum (Esztergom, Ungarn), 55.69
Heiliger Georg und heiliger Alexander

© Keresztény Múzeum, Esztergom


Gehilfe des Meisters der Apostelmartyrien, um 1490.
Temperamalerei auf Holz, Höhe: 75 cm, Breite 42 cm.

Offensichtlich stammt dieses Innenbild aus einem großen Flügelaltar, der den Märtyrern gewidmet war. Der Maler ist im Umkreis einer Wiener Neustädter Werkstatt zu suchen. Aus dieser Werkstatt stammt eine Serie von Bildern, deren Maler mit dem Notnamen "Meister der Apostelmartyrien" bezeichnet wird. Kunsthistorisch wird dieses Werk mit dem Wiener Neustädter Florian Winkler-Epitaph (1477) in Verbindung gebracht. Dargestellt sind aus der Gruppe der Ritterheiligen der Hauptpatron, der heilige Georg, der mit dem Schwert den Drachen bekämpft, und der heilige Alexander. Dieser gehörte als Soldat der berühmten Thebaischen Legion an und wurde 296 in Bergamo enthauptet. Seine Darstellung erfolgt als gerüsteter Krieger, im Mittelalter natürlich als Ritter, der eine Lanze mit Fahne in der Hand hält. Mit der linken Hand stützt er sich auf einen Schild.


Ernst Englisch, Karl Vocelka