Die Ankunft Kaiser Heinrichs III. in Ungarn und sein Vorgehen gegen König Samuel mit dem Beinamen Aba

Die Ankunft Kaiser Heinrichs III. in Ungarn und sein Vorgehen gegen König Samuel mit dem Beinamen Aba

In: Die Ritter. Katalog der Burgenländischen Landesausstellung 1990 auf der Burg Güssing vom 4. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Harald Prickler. Burgenländische Forschungen. Sonderband. 8. – Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv - Landesbibliothek 1990. 338. 4° Objekt-Nr.: IX 3, S. 291.

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Leihgeber: Széchényi Nationalbibliothek (Budapest, Ungarn), Clmae 404
Die Ankunft Kaiser Heinrichs III. in Ungarn und sein Vorgehen gegen König Samuel mit dem Beinamen Aba

© Burgenländisches Landesarchiv und Burgenländisches Landesmuseum, Eisenstadt


Farbphoto aus der Bilderchronik (Képés Kronika).

"1044: Endlich brach Heinrich auf vorgedachte Einladung sowohl, als auch auf Anrahten des Markgrafen Adalberts, in Begleitung des Königs Peter nach Ungern auf, und nachdem er ohne den mindesten Widerstand über den Raabfluß gesetzet hatte, griff er unweit der Stadt gleiches Namens den König Samuel, der ihm entgegen gerücket war, an, wo es dann zu einem sehr hitzigen Treffen kam. Der Sieg blieb so lange zweifelhaft, bis ein entstandener hefftiger Sturm die Ungern in Unordnung brachte, und die vornehmsten Befehlshaber derselben zu dem Kaiser übergiengen. Sie konnten sich also nicht länger halten, und ergriffen die Flucht. Samuel entkam zwar, mitteIst seines guten Pferdes mit einigen seiner vertrautesten Leute der Gefahr, er ward aber, als er sich unweit der Teiße bemühete, einige seiner Völker wieder zusammenzubringen, von den Anverwandten derer, welche er auf so grausame Art hatte hinrichten lassen, erkannt, und gefangen zum Könige gebracht, der ihm den Kopf abschlagen ließ. Sein Leib blieb einige Zeit unbegraben liegen, bis er endlich, erstlich in einer nahen Dorfkirche, nach etlichen Jahren aber in einem Kloster unweit Scháar, welches er gestiftet hatte, beerdigt wurde."
(K.G.v. Windisch)


Peter Krajasich