Almosenbeutel mit Tiersymbolik

Almosenbeutel mit Tiersymbolik

In: Die Ritter. Katalog der Burgenländischen Landesausstellung 1990 auf der Burg Güssing vom 4. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Harald Prickler. Burgenländische Forschungen. Sonderband. 8. – Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv - Landesbibliothek 1990. 338. 4° Objekt-Nr.: VII 26, S. 265.

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Leihgeber: Schweizerisches Landesmuseum Zürich (Schweiz)
Almosenbeutel mit Tiersymbolik

© Burgenländisches Landesarchiv und Burgenländisches Landesmuseum, Eisenstadt


Farbphoto.

Taschen dieser Art werden stereotyp als Almosenbeutel bezeichnet, obwohl ihre Funktion nicht eindeutig geklärt ist. Kleinere Gegenstände konnte man in Ermangelung von Taschen in der mittelalterlichen Kleidung nur in Beuteln mit sich führen. Solche Taschen wurden auch in der Kirche zur Aufnahme des Geldopfers gebraucht, woher auch die Bezeichnung stammt. Die meisten der sogenannten Almosenbeutel tragen aber weltliche, z. B. Minnesymbole, sodaß eher auf profanen Gebrauch in der ritterlichen Damenwelt geschlossen werden kann. In diesem Fall handelt es sich gewiß um eine sakrale Verwendung, denn die Medaillons beinhalten Darstellungen aus dem Physiologus, nämlich Steinbock, Steingeiß, Einhorn und Löwe.


Ernst Englisch