Landbewohner erflehen die Hilfe des Stadtadels

Landbewohner erflehen die Hilfe des Stadtadels

In: Die Ritter. Katalog der Burgenländischen Landesausstellung 1990 auf der Burg Güssing vom 4. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Harald Prickler. Burgenländische Forschungen. Sonderband. 8. – Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv - Landesbibliothek 1990. 338. 4° Objekt-Nr.: VI 54, S. 249.

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Leihgeber: Schweizerisches Landesmuseum Zürich (Schweiz), 19713
Landbewohner erflehen die Hilfe des Stadtadels

© Schweizerisches Landesmuseum, Zürich


Wandmalerei al secco mit Kalktempera, 160 x 85 cm (Ausschnitt) um 1305. Aus dem Hause "Zum Langen Keller", Rindermarkt 26, Zürich, abgenommen. Verkleinertes Photo.

Die Szene zeigt zwei ländlich gekleidete Gestalten, die einer Schar Bewaffneter einen Trunk aus Schraubenkanne und Maserkopf anbieten; sie wird gedeutet als Aufnahmegesuch der schutzbedürftigen Landbevölkerung in die Stadt oder Burg, zugleich als Ehrenbezeugung der Untertanen gegenüber den Grundherrn. Diese Darstellung wurde als Beispiel für die Idealfunktion des Verhältnisses Ritter- Bauer im Rahmen der Grundherrschaft gewählt: Der bewehrte Herr gewährt den Untertanen Schutz, die Untertanen leisten hiefür Abgaben und Dienste.


Harald Prickler


Literatur: Karl FREI, Mittelalterliche Wand- und Deckenmalereien des Schweizer Landesmuseums. In: Jahresberichte des Schweizer Landesmuseums 42 (1933), S. 55.