Gürtelschnalle

Gürtelschnalle

In: Die Ritter. Katalog der Burgenländischen Landesausstellung 1990 auf der Burg Güssing vom 4. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Harald Prickler. Burgenländische Forschungen. Sonderband. 8. – Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv - Landesbibliothek 1990. 338. 4° Objekt-Nr.: V 30, S. 234.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen


Leihgeber: Magyar Nemzeti Múzeum (Budapest, Ungarn), 61.64.1. C
Gürtelschnalle

© Magyar Nemzeti Múzeum, Budapest


13. Jahrhundert.
Zwei Teile. Gold, mit Niello gegossen, graviert.
Länge 10 cm, Breite: 4,4 cm.
Eine Gürtelschnalle und vier Knöpfe wurden noch im 19. Jahrhundert in Kigyópuszta gefunden. Kopie.

Die Schnalle ist eine rechteckige Platte und besteht aus einer mit vier Nieten zusammengenagelten doppelten Goldplatte. In der Mitte eine prachtvolle Szene mit Ritterschlacht: Zwei Gruppen kämpfen miteinander, in typisch gotischer Kleidung, mit zeitgenössischen Waffen, Fahnen und Wappenschilden. Die hinteren der Figuren mit Niello bedeckt. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Schnalle verkürzt, die Szene ist auf einer Seite abgeschnitten, die Schnalle mit einem neuen Rahmen abgeschlossen. Auf der anderen Seite ist die Schnalle ovalförmig. Die Kampfszene ist aus dieser Zeit einzigartig, die authentische Darstellung ist eine sehr wichtige Dokumentation zum Ritterleben.


Judit Kolba


Literatur: Zoltan TÓTH, La bouche de Kigyópuszta. In: Archelógiai Értesítő 1943, S. 174-184.
Das Ungarische Nationalmuseum (Budapest 1977), Nr. 56, S. 138f.