Setztartsche (Pavese)

Setztartsche (Pavese)

In: Die Ritter. Katalog der Burgenländischen Landesausstellung 1990 auf der Burg Güssing vom 4. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Harald Prickler. Burgenländische Forschungen. Sonderband. 8. – Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv - Landesbibliothek 1990. 338. 4° Objekt-Nr.: IV 10, S. 227.

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Leihgeber: Historisches Museum der Stadt Wien, 126.104
Setztartsche (Pavese)

© Historisches Museum, Wien


Wien, um 1485/1490.
Holz, Kreidegrund über Leinwand, Tempera, Silber, Lüster.
Rand: Schriftband in gotischer Minuskel auf rotem Grund. Silbernes Feld: Im oberen Drittel Christusmonogramm in Flammen- und Strahlenkranz, in den beiden Ecken Symbole von Winden; heilige Georg auf Schuppengrund, begleitet von Rosetten. Lüster. Schildfuß beschnitten, im Schildinneren (mit Leinwand überzogen) Reste der Halte- und Tragevorrichtungen.
Format: 118,5 x 56,5 cm.

In der im Spätmittelalter stark angestiegenen Verehrung des heiligen Georg ist der Grund für die vielen Wiener Tartschen mit Georgsdarstellungen zu suchen. Nicht selten trägt der heilige Georg auf Bildwerken, die ihn als Fußkämpfer zeigen, eine Tartsche.


Peter Krajasich


Literatur: Leopold SCHMIDT, Zur Geschichte, Funktion und Ikonographie der Wiener Tartschen des 15. Jahrhunderts. In: Das Wiener Bürgerliche Zeughaus. Rüstungen und Waffen aus 5 Jahrhunderten. Von den Ländern Wien und Niederösterreich gemeinsam veranstaltete Ausstellung im Schloß Schallaburg bei Melk vom 14. Mai bis 30. Oktober 1977 (= Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien 49, Wien 1977), S. 47f.