Iwein schlägt König Askalon

Iwein schlägt König Askalon

In: Die Ritter. Katalog der Burgenländischen Landesausstellung 1990 auf der Burg Güssing vom 4. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Harald Prickler. Burgenländische Forschungen. Sonderband. 8. – Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv - Landesbibliothek 1990. 338. 4° Objekt-Nr.: IV 8, S. 226.

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Leihgeber: Augustinermuseum Freiburg im Breisgau (Deutschland), 11.508 (Schulfonds Adelhausen)
Iwein schlägt König Askalon

© Augustinermuseum, Freiburg im Breisgau


Auszug aus dem "Maltererteppich".
Farbphoto.
Bankbehang, sogenannter "Maltererteppich", um 1320 aus dem Kloster St. Katharina zu Adelhausen.
Wolle auf Leinen im Klosterstich gestickt, 63 x 485 cm.
Detail.

Dieses vermutlich als Rücklaken verwendete bestickte Tuch enthält eine Reihe von Darstellungen, die im Zusammenhang mit dem Motiv der "Weiberlisten" zu sehen sind. In diesen Darstellungen wird das Unglück der weltlichen Liebenden dargestellt und in Kontrast zur geistlichen Minne, die in der Jungfrau und dem Einhorn repräsentiert ist, gesetzt. Neben Szenen aus dem alten Testament (Samson und Dalila) und der Antike (Aristoteles und Phyllis, nach einem gleichnamigen Romanepos aus dem 13. Jahrhundert, und Virgil und die Tochter des Kaisers Augustus) wird in zwei Szenen auch ein Stoff der mittelalterlichen Sagenwelt dargestellt: Iwein besiegt Askalon im Gewitter bei einem Brunnen mit einer goldenen Schale und Iwein gerät durch einen unsichtbar machenden Ring in die Hand Laudines. Vermutlich stammt der Teppich aus der Aussteuergabe der Nonne Anna Malterer, daher sein Name.


Karel Vocelka

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Literatur: Kunstepochen der Stadt Freiburg. Augustinermuseum Freiburg, Ausstellung zur 850-Jahrfeier vom 24.5.-26.7. 1970 (Freiburg im Breisgau 1970), Kat. Nr. 83, Abb. 20.