© Augustinermuseum, Freiburg im Breisgau
Auszug aus dem "Maltererteppich".
Farbphoto.
Bankbehang, sogenannter "Maltererteppich", um 1320 aus dem Kloster St. Katharina zu Adelhausen.
Wolle auf Leinen im Klosterstich gestickt, 63 x 485 cm.
Detail.
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Dieses vermutlich als Rücklaken verwendete bestickte Tuch enthält eine Reihe von Darstellungen, die im Zusammenhang mit dem Motiv der "Weiberlisten" zu sehen sind. In diesen Darstellungen wird das Unglück der weltlichen Liebenden dargestellt und in Kontrast zur geistlichen Minne, die in der Jungfrau und dem Einhorn repräsentiert ist, gesetzt. Neben Szenen aus dem alten Testament (Samson und Dalila) und der Antike (Aristoteles und Phyllis, nach einem gleichnamigen Romanepos aus dem 13. Jahrhundert, und Virgil und die Tochter des Kaisers Augustus) wird in zwei Szenen auch ein Stoff der mittelalterlichen Sagenwelt dargestellt: Iwein besiegt Askalon im Gewitter bei einem Brunnen mit einer goldenen Schale und Iwein gerät durch einen unsichtbar machenden Ring in die Hand Laudines. Vermutlich stammt der Teppich aus der Aussteuergabe der Nonne Anna Malterer, daher sein Name.
Karel Vocelka
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