Kopfreliquiar des heiligen Mauritius

Kopfreliquiar des heiligen Mauritius

In: Die Ritter. Katalog der Burgenländischen Landesausstellung 1990 auf der Burg Güssing vom 4. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Harald Prickler. Burgenländische Forschungen. Sonderband. 8. – Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv - Landesbibliothek 1990. 338. 4° Objekt-Nr.: IV 2, S. 225.

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Leihgeber: Historisches Museum Zürich (Schweiz), Dep. 494
Kopfreliquiar des heiligen Mauritius

© Schweizerisches Landesmuseum, Zürich


Um 1180.
Silber, zum Teil vergoldet, Höhe 16,5 cm.

Der heilige Mauritius erlitt sein Martyrium bei Agaunum (Wallis in der Schweiz) als Offizier der Thebaischen Legion während der diokletianischen Christenverfolgung. Sein Kult wurde besonders in der berühmten Abtei St. Moritz gepflegt und von dort verbreitet. Als Soldat wurde er auch einer der Ritterheiligen und daher vom Adel besonders gefördert, auch ein Ritterorden trug seinen Namen. Das Reliquiar stammt aus dem aufgehobenen Benediktinerkloster Rheinau (Kanton Zürich). Der ausdrucksvolle romanische Kopf wurde 1668 in ein reiches barockes Büstenreliquiar eingebaut. In dieser Fassung erhielt der Kopf auch einen barocken, historisierenden Helm, der für die Ausstellung entfernt wurde.


Hugo Schneider, Ernst Englisch