Reiterstein von Hornhausen, Bezirk Magdeburg

Reiterstein von Hornhausen, Bezirk Magdeburg

In: Die Ritter. Katalog der Burgenländischen Landesausstellung 1990 auf der Burg Güssing vom 4. Mai bis 28. Oktober 1990. Redigiert von Harald Prickler. Burgenländische Forschungen. Sonderband. 8. – Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Landesarchiv - Landesbibliothek 1990. 338. 4° Objekt-Nr.: KH 4, S. 197.

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Leihgeber: Museum für deutsche Geschichte (Berlin, Deutschland), 56/1
Reiterstein von Hornhausen, Bezirk Magdeburg

© Museum für deutsche Geschichte, Berlin


Anfang 8. Jahrhundert.
Abguß nach dem Original im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle/Saale, Höhe 78 cm, Breite: 66 cm, Tiefe 11-15 cm.

Dieser Stein ist ein einzigartiges Bildzeugnis aus dieser frühen Epoche. Der Stein - vermutlich der Grabstein eines Adligen - stellt einen fränkischen Krieger des 7. Jahrhunderts dar, der schon zu Pferde kämpft, was die beginnende Feudalisierung und Spezialisierung der Kriegführung durch Reiter belegt. Das Fragment eines dreigeteilten Sandsteinreliefs stellt im Mittelfeld einen Reiter mit Helm, Schild, Schwert und Flügellanze, darunter eine mäanderartig angeordnete Schlange, über die das Pferd hinwegschreitet, darunter wiederum zwei verflochtene Tiere, dar. Oberhalb vom Reiter befindet sich ein waagrechtes Flechtband, darüber ist der Stein abgebrochen, Beine von Menschen sind teilweise noch vorhanden.


Heinrich Müller, Karl Vocelka