© Bildstelle der NÖ Landesregierung (Nechuta)
Niederösterreichisch, Anfang des 16. Jahrhunderts.
Flügelaltärchen, Holz, mit Goldstoff und Samt überzogen, Reliefstickerei in Seide, Gold- und Silberfäden, Schmuck mit Perlen und Edelsteinen; Gesamthöhe (ohne Gespreng) 61 cm. Mittelschrein 37 x 23 cm, Flügel 37 x 11,5 cm.
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Dieses Altärchen aus Stickerei gehört zu den großen Seltenheiten. Im Mittelschrein steht Maria mit dem Kind, im Gewände die kleinen Figuren von Moses und einem zweiten Propheten (die beiden unteren Gewändefiguren fehlen). Auf den beiden Flügeln sind die Reliefs von je zwei weiblichen Heiligen angebracht, die sich nicht näher identifizieren lassen. Das Gesprenge des Altärchens ist durch wurzelartige, golden übersponnene Gebilde angedeutet. In der hohen Predella ist eine Nische in Form eines Turmes eingelassen, die zur Aufnahme von Reliquien diente. Da sie von den beiden Figuren Leopold und Agnes flankiert wird, ist anzunehmen, daß hier einst eine Leopoldsreliquie aufbewahrt war. Demnach muß das originelle Werk nach der Reliquienübertragung von 1506 entstanden sein.
Floridus Röhrig
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