Todesurteil gegen Eva Kary geborene Faschauner wegen Giftmordes mit Arsen

Todesurteil gegen Eva Kary geborene Faschauner wegen Giftmordes mit Arsen

In: Grubenhunt und Ofensau. Vom Reichtum der Erde. Katalog zur Kärntner Landesausstellung in Hüttenberg, Heft, vom 29. April bis 29. Oktober 1995. Herausgegeben vom Kärntner Landesausstellungsbüro. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Friedrich W. Leitner. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1995. 299. 4°. Objekt-Nr.: 7B.4, S. 173.

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Leihgeber: Kärntner Landesarchiv (Klagenfurt, Kärnten), Archiv Lodron, Lade 75, fol. 209f.
Todesurteil gegen Eva Kary geborene Faschauner wegen Giftmordes mit Arsen

© Kärntner Landesarchiv, Klagenfurt


1773 XI 9
Origiginal Papier, 2 Blatt mit drei roten Lacksiegeln

Der Bannrichter Dr. Benedikt Alphons von Emperger verkündet nach einem über zwei Jahre dauernden Inquisitionsprozeß das Urteil über die Maltataler Bäuerin Eva Kary geborene Faschauner. Diese solle wegen Giftmord an ihrem Gatten "durch den landesfürstlichen Freymann an der gewöhnlichen Richtstatt durch das Schwerd von Leben zum Todt hingerichtet, die rechte Hand abgeschlagen, Kopf und Hand an das Rad aufgesteket und der Cörper in loco suplicii begraben werden ..." (20. März 1773). Wegen ihres Gnadengesuches wurde das Urteil vorläufig ausgesetzt, nach dessen Ablehnung jedoch am 9. November 1773 vollstreckt.


Wilhelm Wadl


Literatur: Richard WANNER, Ein Inquisitionsprozeß in Gmünd 1770-1773. In: Carinthia I 148 (1958), S. 672ff.
Richard ALLESCH, Arsenik. Seine Geschichte in Österreich (= Archiv für vaterländische Geschichte und Topographie 54, Klagenfurt 1959), S. 247ff.
Maria STEURER, Eva Faschaunerin. Roman. Vergilbte Protokolle aus einem hochnotpeinlichen Prozeß wurden zur Fundgrube für dieses Buch (Klagenfurt 1948).