Ischler Stutzen

Ischler Stutzen

In: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch. Katalog der Ausstellung in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten vom 28. März 1996 bis 16. Februar 1997. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien. 209. – Wien: Eigenverlag der Museen der Stadt Wien 1996. 356. 8°. Objekt-Nr.: 15.1.1, S. 274.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Hofjagd- und Rüstkammer, G 631
Ischler Stutzen

© Kunsthistorisches Museum, Wien


W. Leitner, Bad Ischl
Goldtauschiert, am Kolben beschnitzt, bezeichnet auf dem Lauf. " Wolfgang Leithner in Ischl", monogrammiert "FJI" und der Kaiserkrone, Nr. 5 aus einer Serie, auf dem Deckel des Zubehörfaches (Kugellade) Darstellung eines Jägers auf Felsen, auf der Schloßplatte Ornamente und Gemsen
Lauflänge 59, Gesamtlänge 95

Die Bezeichnung "Ischler Stutzen" ist die Sammelbezeichnung für die legendären, einschüssigen Hahn-Pirschbüchsen, die Kaiser Franz Joseph I. benützte. Das Wort "Ischler" bezog sich auf den in Bad Ischl arbeitenden Büchsenmacher Wolfgang Leithner, das Wort "stutzen" auf eine kurzläufige "gestutzte" Büchse mit einer Lauflänge von(50) 55-60 cm. Die eleganten Jagdgewehre waren ganz geschäftet, mit einer Hirschrose an der Laufmündung bei den älteren Konstruktionen. Bis in die sechziger Jahre des 19. Jahrhunderts waren es großkalibrige Perkussionsgewehre mit Kupferzündhütchen zum Abfeuern von Bleigeschoßen und später, in der Konstruktion des Lancaster-Gewehres, mit Zentralzündung und Kaliber 8 mm für Halbstahlmantel-Geschoße.


Hermann Prossinagg