Kaiserin Elisabeth, ein Hindernis nehmend, 1882

Kaiserin Elisabeth, ein Hindernis nehmend, 1882

In: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch. Katalog der Ausstellung in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten vom 28. März 1996 bis 16. Februar 1997. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien. 209. – Wien: Eigenverlag der Museen der Stadt Wien 1996. 356. 8°. Objekt-Nr.: 13.9, S. 230.

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Leihgeber: Museen des Mobiliendepots (Wien), ehemaliges Hofmobiliendepot, AD 204
Kaiserin Elisabeth, ein Hindernis nehmend, 1882

© Museen des Bundesmobiliendepots


Thomas Lewis Atkinson (geboren Sailsbury 1871) nach John C. Charlton (geboren Bamborough 1849)
Stahlstich, 90 x 70
Aufschrift Mitte unten: Her Imperial Majesty The Queen of Austria
Bezeichnet Mitte unten: Engraved From The Original Picture In The Collection Of The Right Hon./ble Earl Spencer.
Bezeichnet links rechts und Mitte unten: Painted by J. Charlton. Engraved by T. L. Atkinson. London published Nov. 14th 1882 by Thomas Mc Lean 7 Haymarket Publisher by Special Appointment by her Majesty.

Elisabeth war mehrmals Jagdgast bei Lord Spencer in England, der seinerseits die Kaiserin in Gödöllö besuchte. Das Porträt entstand wohl aus dem Wunsch, die Erinnerung an die schöne, elegante Erscheinung Elisabeths festzuhalten und durch den Stahlstich einem größeren Kreis, der wohl bei den anderen Jagdteilnehmern zu suchen ist, zugänglich zu machen. Daß die menschenscheue Kaiserin den Druck nach dem Bild zuließ, zeigt, wie wohl sie sich bei den Parforcejagden in England und Irland gefühlt hatte. Charlton hält die elegante Kleidung und vorbildliche reiterische Haltung Elisabeths, deren Pferd gerade zum Übersprung eines von Gestrüpp fast verdeckten Zaunes ansetzt, fest. Mit perfekter Handhaltung gibt sie dem auf Kandare gezäumten Pferd die richtige Kopffreiheit zum Ausbalancieren des Sprunges. Charlton war Militär- und Tiermaler und besonders auf die Darstellung von Reitern spezialisiert. Atkinson war ein vorzüglicher Stecher von Porträts und Genrestücken, insbesondere von Jagd- und Tierszenen. Die Aufschrift des Blattes "The Queen of Austria" ist nicht korrekt, es müßte "Empress" heißen.


Renata Kassal-Mikula