Jägerlatein, 1847

Jägerlatein, 1847

In: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch. Katalog der Ausstellung in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten vom 28. März 1996 bis 16. Februar 1997. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien. 209. – Wien: Eigenverlag der Museen der Stadt Wien 1996. 356. 8°. Objekt-Nr.: 12.6, S. 211.

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Leihgeber: Historisches Museum der Stadt Wien, 29.868
Jägerlatein, 1847

© Historisches Museum der Stadt Wien


Eduard Ritter (Wien 1809-1853 Wien)
Öl auf Karton, 34 x 40,5
Signiert links datiert rechts unten: Eduard Ritter. 1847
Auf der Rückseite. Rotes Siegel mit dem Monogramm: E. R.
Farbtafel

In einer Bauernstube sitzt ein Jäger mit umgehängtem Pulverhorn, seine Büchse am Sessel angelehnt, an einem improvisierten Tisch und erzählt zwei Burschen ein Jagdabenteuer. Ein älterer Bauer tritt von rückwärts an den Tisch, ein weiterer Bauernbursch schläft rechts auf einer Bettstatt. Links liegen zwei tote Vögel auf einer Decke. Zum ärmlichen, unordentlichen Raum kontrastiert der reichgeschnitzte, altdeutsche Sessel, der einem anderen Milieu angehört. Er stand wohl im Atelier des Künstlers und wurde als attraktives Versatzstück in die Komposition einbezogen.
Ritter studierte 1824 bis 1834 an der Akademie zu St. Anna mit Danhauser, Fendi und Waldmüller. Danach spezialisierte er sich sehr erfolgreich auf kleinformatige, handlungs- und detailreiche Genrebilder. 1847 erwarb der Hof Ritters Bild "Der kranke Waldhornist".


Renata Kassal-Mikula