"Hasenbalgkrämerinn ", 1775/1776

"Hasenbalgkrämerinn ", 1775/1776

In: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch. Katalog der Ausstellung in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten vom 28. März 1996 bis 16. Februar 1997. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien. 209. – Wien: Eigenverlag der Museen der Stadt Wien 1996. 356. 8°. Objekt-Nr.: 9.27, S. 145.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen


Leihgeber: Historisches Museum der Stadt Wien, 97.225/35

© Historisches Museum der Stadt Wien


Quirin Mark (Littau 1753-1811 Wien) nach Johann Christian Brand (Wien 1722-1795 Wien)
Kupferstich und Radierung kombiniert, koloriert, 35,8 x 24 (Pl), 48,2 x 36,2 (Blatt)
Bezeichnet links und rechts unten im Druck: Gezeichnet v. C. Brand Prof. - Gestochen v. Quir. Mark.
Farbtafel

Johann Christian Brand gab im Jahr 1775 die erste Folge "Zeichnungen nach dem gemeinen Volke besonders der Kaufruf in Wien" heraus. Damals spielte sich das Geschäftsleben vorwiegend auf der Straße ab. Wanderhändler zogen, vor allem in den Vorstädten, durch die Straßen und machten mit lautem Ruf, dem meist in einer bestimmten Melodie gesungenen "Kaufruf", die Kunden auf ihre Ware aufmerksam. Auch die Hasenbalgkrämerin gehörte zu den charakteristischen Typen des Straßenbildes. Ihr männliches Gegenstück war der "Hasenhäutlmann". Sie waren das letzte Glied in der Kette der Wildverwertung, die wegen der schlechten Kühlmöglichkeiten rasch erfolgen mußte.


Renata Kassal-Mikula


Literatur: Wilhelm DEUTSCHMANN, Wien zur Zeit von Franz Anton Maulbertsch. Ausstellung vom 28. Juni bis zum 29. September 1974. Katalog (= Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien 34, Wien 1974), S. 40, Kat. Nr. 97.