Eber von Wölfen angefallen, 1846

Eber von Wölfen angefallen, 1846

In: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch. Katalog der Ausstellung in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten vom 28. März 1996 bis 16. Februar 1997. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien. 209. – Wien: Eigenverlag der Museen der Stadt Wien 1996. 356. 8°. Objekt-Nr.: 7.6, S. 96.

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Leihgeber: Historisches Museum der Stadt Wien, 43.464
Eber von Wölfen angefallen, 1846

© Historisches Museum der Stadt Wien


Friedrich Gauermann
Öl auf Holz, 79,1 x 62,9 cm
Signiert links unten: F. Gauermann
Farbtafel

In felsiger Landschaft wird ein Keiler, der zur Tränke will, von vier Wölfen gestellt. Einer hat sich in die Nackenborsten verbissen, ein zweiter liegt angeschlagen unter den Läufen. Aus der regelmäßigen Anordnung der Wölfe ergibt sich eine dynamisch-rotierende Bewegung rund um den mächtigen Keiler. Gauermanns Arbeitstechnik entsprechend, gingen Landschaftsskizzen und Tierstudien dem ausgeführten Bild voran. Ein Kompositionsentwurf befindet sich im Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste in Wien. Bereits 1835 und 1842 hat Gauermann dieses Thema behandelt. auch in seinen Tierkampfbildern griff er auf barocke Vorbilder, z.B. Hamilton, zurück.


Renata Kassal-Mikula


Literatur: Rupert FEUCHTMÜLLER, Friedrich Gauermann 1807-1862 (Rosenheim 1987), WV 242.
Ulrike JENNI, Friedrich Gauermann 1807-1862. Ölskizzen und Zeichnungen im Kupferstichkabinett. Zur Arbeitsmethode des Malers (= Katalog des Kupferstichkabinetts der Akademie der bildenden Künste 2, Graz 1987), S. 142 (Inv. Nr. 7068).