Wildentenjagd, um 1850

Wildentenjagd, um 1850

In: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch. Katalog der Ausstellung in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten vom 28. März 1996 bis 16. Februar 1997. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien. 209. – Wien: Eigenverlag der Museen der Stadt Wien 1996. 356. 8°. Objekt-Nr.: 5.2, S. 86.

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Leihgeber: Privatbesitz
Wildentenjagd, um 1850

© Privatbesitz


Wiener Maler
Öl auf Leinwand, 41,8 x 57,8 cm
Farbtafel

In einer romantischen Aulandschaft pilotiert ein Zillenführer zwei Entenjäger mit ihren Hunden. Der stehende Schütze mit seiner einläufigen Entenflinte hat soeben eine Wildente getroffen. Sein Hund, den Blick auf die fallende Ente gerichtet, springt, um den Vogel zu apportieren, mit energischem Satz aus dem Boot. Ein zweiter Jäger ist damit beschäftigt, seinen Hund ins Boot zurückzuholen. Noch im 19. Jahrhundert wurde in Mitteleuropa das Flugwild im allgemeinen und die Wildenten im besonderen vor allem lebend gefangen und nicht mit der Waffe erlegt. Das Schießen mit Schrot wurde eher als eine sportliche Tätigkeit angesehen, da man Flugwild zum Verzehr bevorzugte, das nicht durch Schrot "entwertet" war. Die Szene ist mit der Wildentenjagd aus dem Jagd-Album von Straßgschwandtner zwar verwandt, doch sicher früher entstanden. Das harmonische Gleichgewicht zwischen Landschaft und Figuren verleiht dem Bild den idyllischen Charakter von Genrebildern des Wiener Biedermeier.


Renata Kassal-Mikula, Hermann Prossinagg