Radschloßscheibenbüchse des Erzherzogs Leopold V. "von Tirol"

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 31.1, S. 673.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Hofjagd- und Rüstkammer, D 93
Radschloßscheibenbüchse des Erzherzogs Leopold V.

© Kunsthistorisches Museum, Wien


Hans Schmidt; Ferlach; 1628
Eisen, Holz; Länge 108 cm, Breite 18 cm

1626 beauftragte Erzherzog Leopold V. "von Tirol" (1586-1632) über Vermittlung von Wolf Dietrich von Raitenau den Büchsenmacher Hans Schmidt (um 1600-1669) mit der Anfertigung von "Zielrohren". 1628 lieferte Schmidt die prachtvolle Radschloßbüchse. Eingelegte Plättchen, Ranken und Stifte aus Silber bilden auf dem schwarzen Holz Szenerien von Jagden auf einheimische und exotische Tiere. Hans Schmidt hielt sich bei den Jagdbildern bis ins Detail an Graphiken des Florentiner Künstlers Antonio Tempesta. Auf dem Kolben findet sich die Signatur Hans Schmidts und sein Wappen.


Christian Beaufort


Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch


Literatur: Bruno THOMAS, Hans Schmidt von und zu Helding. Der ,,kunstreiche"" Büchsenschäfter von Ferlach (um 1600-1669) (= Aus Forschung und Kunst 23, Klagenfurt 1982).
Matthias PFAFFENBICHLER, Die graphischen Vorlagen zum Werk des Büchsenschäfters Hans Schmidt von und zu Helding. In: Zeitschrift der Gesellschaft für Historische Waffen- und Kostümkunde 1988, S. 69ff.