Das Wunder des Heiligen Eustachius

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 25.9, S. 631.

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Leihgeber: Deutsches Jagd- und Fischereimuseum (München, Deutschland), 5001
Das Wunder des Heiligen Eustachius

© Fotoatelier Schrader GmbH., München


Antonio Pisanello (1395-1455)
Öl auf Holz, Kopie; Höhe 87 cm, Breite 105 cm (ohne Rahmung)

Antonio di Puccio Pisano, genannt Pisanello (von 22. November 1395- etwa Mitte 1455) war für die exakte zeichnerische und malerische Wiedergabe der Natur berühmt. Er gilt zudem als Begründer der Medaillenkunst. Der Heilige ist als jugendlicher Reiter auf einem falbfarbenen Pferd dargestellt, dessen üppiges Zaumzeug mit Goldbeschlägen verziert ist. Das Haupt des Reiters schmückt ein intensiv blaues Tuch, das kunstvoll zu einer turbanähnlichen und weit ausladenden Kopfbedeckung geschlungen ist. Ehrfürchtig blickt der Heilige Eustachius auf den Hirsch mit dem Kruzifix zwischen den Geweihstangen vor ihm. Neben dem Pferd streichen die Hunde der Meute des Heiligen umher, im Hintergrund über der Szene sehen wir verschiedene Wildtiere wie leuchtende Gestirne. Auch der Heilige Eustachius und die anderen Tiere heben sich vom dunklen Hintergrund in leuchtenden Farben ab.


Wolfgang Killer


Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch