Kaiserin Eleonora Gonzaga als Diana in der Rast

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 25.5, S. 630.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Gemäldegalerie, 4508
Kaiserin Eleonora Gonzaga als Diana in der Rast

© Kunsthistorisches Museum, Wien


Frans Luycx (1604-1668); um 1651
Öl auf Leinwand; Höhe 153 cm, Breite 126 cm

Die Idee, die Göttin der Jagd als Identifikationsporträt fürstlicher Persönlichkeiten heranzuziehen, geht auf die französische Hofkunst der Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. Dieser neue Bildtypus verbreitete sich vor allem im 17. Jahrhundert auch außerhalb Frankreichs, ein Beispiel dafür ist Giovanni Maria Morandis Porträt von Erzherzogin Claudia Felicitas als Diana und das der Gräfin Maria Eleonore Traun (Ende 17. Jahrhundert, Schloß Petronell). Luycx erhielt um 1651 den Auftrag, die dritte Frau Kaiser Ferdinands III., Eleonore von Gonzaga (1628-1686) als Diana zu malen. Die Kaiserin sitzt vor einem Vorhang, an dem der Köcher hängt, mit der Rechten streichelt sie den auf ihren Schoß gesprungenen Jagdhund. In ihrer Linken hält sie eine Lanze, rechts im Vordergrund ist ein Stilleben mit Reh, Hase, Silberfasan, Schnepfen und einer Ente zu sehen. Kaiserin Eleonore war die Stifterin des Sternkreuzordens, und sie brachte die Ursulinen, die sich auf Jugenderziehung und Krankenpflege spezialisiert hatten, nach Wien.


Selma Krasa


Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch


Literatur: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte - eine Pirsch. Hermesvilla, Lainzer Tiergarten, 28. März 1996 bis 16. Februar 1997 (= Katalog zur Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien 209, Wien 1996), S. 150f.