Jagdschale

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 19.72, S. 573.

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Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Sammlung für Plastik und Kunstgewerbe, 4505
Jagdschale

© Kunsthistorisches Museum, Wien


Anonym; süddeutsch; Ende 17. Jahrhundert
Elfenbein, Hirschhorn; Länge 73,5 cm, Breite 58 cm

Diese Jagdschüssel wurde in der Art des Michael Maucher, Büchsenschäfter und Elfenbeinschnitzer (17. Jahrhundert) gemacht. Die flache querovale Schüssel zeigt in der Mitte des Bodens ein ovales von einem Kranz umrahmtes Relief, das die Verwandlung Aktaions in einen Hirsch durch Diana (Artemis) darstellt, die mit ihren Gespielinnen von dem böotischen Heros, den der Weise Kentaure Cheiron zum Jäger erzogen hatte, beim Baden überrascht wurde. Die Kehlung der Schüssel ist mit glatten Elfenbeinfurnieren bedeckt, die strahlenförmig von der Mitte zum Rand aufgelegt sind. Der breite Rand wird durch sechs größere, queroval gerahmte Felder und ebensoviele dazwischenliegende Zwickel gegliedert, die nach graphischen Vorbildern mit Jagdszenen in Hochrelief gefüllt sind.


Wilhelm Schlag


Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch


Literatur: Jagd einst und jetzt. Niederösterreichische Landesausstellung im Schloß Marchegg (N.Ö.) vom 29. April bis 15. November 1979. Bearb. von Gerhard Winkler (= Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums NF 77, Wien 1978), Nr. 40.