Nach der Jagd

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 19.35, S. 564.

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Leihgeber: Österreichische Galerie Belvedere (Wien), 4468
Nach der Jagd

© Sammlungen der Österreichischen Galerie Belvedere, Wien


Friedrich Gauermann (1807-1862); März- April 1840
Öl auf Papier und Leinwand; Höhe 28 cm, Breite 34 cm

Gauermann war kein leidenschaftlicher Jäger, doch nahm er gerne an Jagdgesellschaften teil, da sie ihm zahlreiche Ideen und Motive für seine Gemälde lieferten. Hier hat er allerdings weniger den "heroischen" Akt dieser Vergnügung festgehalten, sondern seine Folgen: Auf einem von zwei Ochsen gezogenen Karren wird ein erlegter Hirsch mit prächtigem Geweih ins Tal transportiert. Soeben ist man im Begriff, einen kleinen Bach zu überqueren, was sowohl dem Fuhrmann als auch dem Hund größte Aufmerksamkeit abverlangt. Durch den bewegten, breiten Pinselstrich wird die Situation unmittelbar geschildert, wodurch sie eher dokumentarisch als erzählend wirkt. Es handelt sich bei dieser Darstellung um eine Skizze für ein Holzbild, dessen Verbleib heute unbekannt ist.


Sabine Grabner


Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch


Literatur: Rupert FEUCHTMÜLLER, Friedrich Gauermann (1807-1862). Der Tier- und Landschaftsmaler des österreichischen Biedermeier (Wien 1962).