"Kurtzer und einfeltiger Bericht von dem Vogelstellen"

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 18.29, S. 553.

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Leihgeber: Privatbesitz

© Ulrich Peter Schwarz


Johann Konrad Aitinger; 1681
Druck, Papier; Höhe 17 cm, Breite 14 cm ,T 3 cm

Lockvögel hatten eine große Bedeutung für den Vogelfänger. Damit frisch gefangene Lockvögel nicht zu wild im Käfig herumflatterten, wurden sie von manchen Vogelfängern "geblendet". Das bedeutet, daß der Vogelfänger den Vögeln ein glühendes Eisen vor die Augen hielt, sodaß sich die Hornhaut trübte und der Vogel nur noch Schemen erkennen konnte. Dadurch waren die Lockvögel in den Käfigen ruhiger und zum Einsatz besser geeignet. Der Kupferstich aus J. C. Aitingers Werk ist die einzige bildliche Darstellung dieses Vorgangs in der gesamten Vogelfangliteratur.


Josef C. Feldner


Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch


Literatur: Adel im Wandel. Katalog zur Niederösterreichischen Landesausstellung. Politik, Kultur, Konfession 1500 - 1700. Rosenburg 12. Mai - 28. Oktober 1990. Hrsg. von Herbert Knittler (Wien 1990), S. 372.