Gamsjagd aus den "Venationes"

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 17.46, S. 532.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen

Leihgeber: Privatbesitz
Gamsjagd aus den

© Ulrich Peter Schwarz


Johannes Collaert nach Jan van der Straet; Antwerpen; um 1580
Radierung; Höhe 28 cm, Breite 34,5 cm

Diese Radierung zeigt wohl mehr oder minder richtig das Anlegen der Steigeisen und das "Ausfällen" der Gams mit den langen "Gamsschäften", aber die Gams mit nach vorne gebogenen Krucken und einem zu langen geringelten Wedel. Schon Stradanus (Jan van der Straet), der vermutlich nie eine Gams oder Trophäe gesehen hatte, zeigte die Gams so in seiner Vorzeichnung für die Radierung. Auch werden die Tiere im Text "damae" (Singular: "dama"; häufiger ist die Schreibung "damma"), Damhirsche genannt statt mit dem richtigen spätlateinischen Namen "Camox" (Genitiv "camocis", Plural "camoces"). Die Übersetzung des Textes lautet: "Über die höchsten Gipfel hin, über moosbewachsene Felsen und schauriges Gestein verfolgen sie die friedsamen Gemsen".


Wilhelm Schlag


Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch