Wasserjagd

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 17.44, S. 531.

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Leihgeber: Privatbesitz
Wasserjagd

© Privatbesitz


Jost Amann; Frankfurt am Main; 1599
Holzschnitt in Passepartout; Höhe 20,5 cm, Breite 16 cm

Dieser Holzschnitt ist insofern interessant, als er nicht nur die Arbeit eines Wasserhundes zeigt, sondern vor allem auch die martialische Ausrüstung eines Jägers mit Büchse und Degen, der nach Landsknechtsart mit einem "geschlitzten und gepufften" Wams und mit einer Pluderhose bekleidet ist. Die Ente, die der Hund apportiert, ist schwimmend erlegt worden, da das "Luftschießen" in den deutschen Landen erst zu Ende des 17. Jahrhunderts mit der Einführung des "französischen" Schlosses (Stein- oder Batterieschloß) aufkam. Beim Lunten- oder Radschloß rieselte bei einem Steilschuß das "Zündkraut" (feines Pulver) aus der "Pfanne", die beim Steinschloß bis zur Zündung durch den mit der "Batterie" verbundenen Pfannendeckel verschlossen war; außerdem dauerte die Zündung zu lange.


Wilhelm Schlag


Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch