Maximilian I. auf der Gamsjagd mit der Armbrust

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 17.10, S. 523.

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Leihgeber: Privatbesitz
Maximilian I. auf der Gamsjagd mit der Armbrust

© Privatbesitz


Leonhard Beck; Augsburg; zwischen 1510/1515
Holzschnitt, gerahmt; Höhe 38,5 cm, Breite 34 cm

Der Kaiser hat eben mit der Armbrust, die mit einem Hornschichtbogen versehen ist, und mit einem "Gabelbolzen" einen Gams aus der Felswand geschossen. Der ihn begleitende Leibjäger und zwei mit "Gamsschäften" bewehrte Jäger bewundern die Fertigkeit des Kaisers. Ganz oben rechts haben zwei Gebirgsbracken einen Gams gestellt. Maximilian und die Jäger haben Steigeisen an die Bergschuhe geschnallt. Diese Szene wird mit der Schilderung des "Königsschusses" im "Weisskunig" in Zusammenhang gebracht, den der junge Erzherzog "...in Oesterreich, in dem Steirischen gepirg, geleich auf der Grenitz in ainem tal, genannt die Reichenau..." getan haben soll. Allerdings verwendet Maximilian in dieser Darstellung nicht seinen "stachlin pogen" (Stahlbogen), sondern eine Armbrust mit zusammengesetzten (daminierten) Hornbogen; sein Begleiter führt auch nicht eine "Handtpuxen", sondern ebenfalls eine Armbrust mit Hornbogen.


Wilhelm Schlag


Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch