Die Errettung Kaiser Maximilians I. aus der Martinswand

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 17.9, S. 523.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen

Leihgeber: Österreichische Galerie Belvedere (Wien), 7871
Die Errettung Kaiser Maximilians I. aus der Martinswand

© Sammlungen der Österreichischen Galerie Belvedere, Wien


Friedrich Krepp (1829-nach 1872); 1849
Öl auf Leinwand; Höhe 81,5 cm, Breite 66 cm

Die westlich von Innsbruck gelegene Martinswand war ein beliebtes Jagdrevier Kaiser Maximilians I. Der Legende zufolge kam der junge Max in dem steil emporragenden Felsen beim Verfolgen einer Gemse vom sicheren Pfad ab und geriet dadurch in Lebensgefahr. Er konnte auf keine Rettung aus diesem unwegsamen Gebiet hoffen und rief nach zwei Tagen und Nächten nach einem Priester. In dem Moment aber, als ihm vom Tal aus das Allerheiligste gezeigt wurde, erschien am Felsen ein Junge in bäuerlicher Tracht und führte den Verirrten zurück auf sicheren Weg. Das Erscheinen des Retters im Augenblick der religiösen Handlung wurde in der Literatur des 19. Jahrhunderts einem Wunder gleichgesetzt, das in engem Zusammenhang mit dem Gottesgnadentum des Hauses Habsburg zu sehen ist.


Sabine Grabner


Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch


Literatur: Gert AMANN, Kaiser Maximilians I. Rettung aus der Martinswand. In: Heldenromantik.Tiroler Geschichtsbilder im 19. Jahrhundert von Koch bis Defregger. Ausstellungskatalog des Tiroler Landeskundlichen Museums im Zeughaus Kaiser Maximilians I., Innsbruck, und des Südtiroler Landesmuseums Schloß Tirol, Dorf Tirol (Innsbruck 1996), 30-34.