Falkner aus dem "Triumph" Kaiser Maximilians I.

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 16.2, S. 515.

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Leihgeber: Privatbesitz
Falkner aus dem

© Privatbesitz


Hans Burgkmair; Augsburg; zwischen 1516 und 1518
Holzschnitt; Länge 44,5 cm, Breite 52,5 cm

Das Blatt 6 aus Maximilians "Triumphzug" zeigt vier Falkner mit dem Beizvogel auf der Faust und einen mit einem Uhu. Dieser wurde bei der Beize auf den Roten Milan verwendet. Da dieser ein hochfliegender, gewandter und wehrhafter Vogel ist, wurde die Beize auf ihn noch höher gewertet, als die so beliebte Reiherbeize. Um den Milan zu veranlassen, in Bodennähe und damit in eine für die Falken zu bewältigende Angriffsdistanz zu kommen, ließ man zunächst einen zahmen Uhu fliegen, an dessen Fessel eine Fuchslunte befestigt war, die eine Beute vortäuschen sollte. Wenn der Milan auf den allen Vögeln verhaßten Uhu stieß, um ihm die vermeintliche Beute abzujagen, wurden die Falken abgehaubt und an den Milan "geworfen". Der Falkner im Vordergrund trägt deutlich sichtbar eine Falknertasche und das Falkenluder am Gürtel.


Wilhelm Schlag


Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch