Missale des Wolfgang Vorchtenauer

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 15.19, S. 512.

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Leihgeber: Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal (Kärnten), Graphische Sammlung, Codex 59/1, fol. 33r
Missale des Wolfgang Vorchtenauer

© Ulrich Peter Schwarz


Wiener Hofwerkstatt; Wien; 1466
Druck; Pergament; Höhe 22,8 cm, Breite 16,4 cm

Bei der vorliegenden Handschrift handelt es sich um eine vorzügliche Arbeit der Wiener Hofwerkstatt. Stilistische Merkmalsunterschiede lassen auf die Beteiligung mehrerer Hände schließen und zwar des "Lehrbüchermeisters", Ulrich Schreyers und eines Anonymus. Eindeutig läßt sich die Herkunft des Buches feststellen. Die Devise O.D.S.M.F. (o domine salvum me fac) verweist auf den Wiener Domherrn und Probst von Maria Wörth, Wolfgang Vorchtenauer - ebenso weist das Wappen mit den gekreuzten Schwertern die Handschrift als dessen Besitz aus. Das Buch schien im Kloster Grünwald (Baden) in der Bibliothek auf und gelangte später nach St. Blasien. 1809 befand sich die Handschrift unter den Büchern, die von den Mönchen aus dem Schwarzwald nach St. Paul gebracht wurden. Dargestellt ist eine Hirschjagdszene, in der der Hirsch von zwei Hetzhunden verfolgt wird, und ein Jäger das Tier mit der Armbrust ins Visier nimmt.


Gerfried Sitar


Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch


Literatur: Schatzhaus Kärntens. Landesausstellung St. Paul 1991. 900 Jahre Benediktinerstift. Teil 1: Katalog. Hrsg. vom Ausstellungskuratorium (Klagenfurt 1991), S. 144.