Jägeraquamanile (Wasserkrug)

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 15.13, S. 511.

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Leihgeber: Nationalmuseum Kopenhagen (Dänemark), 2669
Jägeraquamanile (Wasserkrug)

© Kit Weiss, Nationalmuseum Kopenhagen


Anonym; um 1200
Messinglegierung; Höhe 29, Länge 32 cm

Tier und Reiter sind gleich seltsam. Viel Ähnlichkeit mit einem Pferd ist bei dem Tier nicht vorhanden. Hinter dem Reiter steht ein kleiner Hund, der eher ein Jagdleopard ist. Auf der einen Seite des Pferdehalses ist die Jagdbeute, möglicherweise ein Rehkitz, in flachem Relief dargestellt. Am linken Arm des Jägers hängt ein Spitzschild vom Typus des 12. Jahrhunderts. In der linken Hand hält er die Zügel, die später aber verloren gingen. Die Darstellung des Jägers mit dem Leopard deutet auf eine osteuropäische Herstellungsstätte unter orientalischem (islamisch-asiatischem) Einfluß, von wo aus auch nach dem Norden exportiert wurde.




Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch


Literatur: Poul NØRLUND, Bronzegeräte des Mittelalters (= Acta Archaeologica VI, Fasc. 1-2, Kopenhagen 1935).