Relief: Jäger mit Spürhund und Netz

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 10.4, S. 490.

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Leihgeber: Landesmuseum für Kärnten (Klagenfurt)
Relief: Jäger mit Spürhund und Netz

© Erwin Pochmarski


Flavia Solva, Schloß Seggau bei Leibnitz; 2. Hälfte 2. Jahrhundert nach Chr.
Abguß, Gips eingefärbt; Höhe 83 cm, Breite 67 cm

Das Reliefbruchstück stammt vom Grabmonument eines wohlhabenden Römers, der sich als Grundbesitzer an der Jagd erfreute. Der Jäger auf dem Relief führt einen schweren, ruhigen Spürhund an der Leine, um den Einstand des Wildes - Hirsch oder Wildschwein - zu finden. Danach umstellten die Treiber leise das Dickicht mit Netzen, die am linken Rand der Darstellung noch neben dem Baum zu erkennen sind. Durch das Bellen schreckte der Hund das Wild auf, das sich auf der Flucht im Netz verfing.


Franz Glaser


Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch


Literatur: Manfred HAINZMANN, Erwin POCHMARSKI, Die römerzeitlichen Inschriften und Reliefs von Schloß Seggau bei Leibnitz (= Die römerzeitlichen Steindenkmäler der Steiermark 1, Graz 1994), S. 206f.