Bajonettangriff der Kaiserjäger "Hurra!"

In: alles jagd...eine kulturgeschichte. Kärntner Landesausstellung im Schloß Ferlach vom 26. April bis 26. Oktober 1997. Katalogbuch. Herausgegeben vom Land Kärnten. Kärntner Landesausstellung unter Leitung von Günther Hödl und Hartwig Pucker. Redigiert von Gabriele Guntsche-Liessmann und Daniela Schurian. – Klagenfurt: Kärntner Landesausstellungsbüro 1997. XVI, 700. 4°. Objekt-Nr.: R 1.1.08, S. 454.

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Leihgeber: Heeresgeschichtliches Museum (Wien), BJ 13454
Bajonettangriff der Kaiserjäger

© Heeresgeschichtliches Museum, Wien


Wojciech (= Adalbert) Ritter von Kossak; um 1886

Wojciech von Kossak, der in Krakau und München studiert und selbst bei den k.k. Ulanen gedient hatte, war ein professioneller Militär- und Schlachtenmaler. Das von Kaiser Franz Joseph I. auf der Wiener Jahresausstellung für das Schloß Lainz angekaufte Bild zeigt keine Schlacht, sondern eine Szene, in der Schützen der Landwehrinfanterie einen Angriff proben, also um ein Manöver. Der flächendeckende, streng horizontal gehaltene Vormarsch der Kaiserjäger zeigt die geballte Wucht eines Angriffs, dessen Ziel einzig die Vernichtung des Feindes sein kann - Ausdruck einer Aggressivität, die im Jagdtrieb vielleicht sublimiert, aber nicht zum Verschwinden gebracht werden kann und bestimmte militärische Formationen immer wieder zu "Jägern" werden läßt. Das Gemälde ist Iinks unten signiert und datiert (Kossak 1886). Im Zuge der Bundesverwaltung wurde das Bild vom Heeresgeschichtlichen Museum Wien als Inventar übernommen und ist seit 1956 als Leihe dem jeweiligen Kommandanten der Heeresbekleidungsanstalt anvertraut.


Konrad Paul Liessmann


Zum Katalog: Jagdzeit. Österreichs Jagdgeschichte. Eine Pirsch