Ulrich von Zatzikhoven: Lanzelet (entstanden um 1194-1205)

Ulrich von Zatzikhoven: Lanzelet (entstanden um 1194-1205)

In: Schatzhaus Kärntens. Landesausstellung St. Paul 1991. 900 Jahre Benediktinerstift. Teil 1: Katalog. Herausgegeben vom Ausstellungskuratorium. Redigiert von Hartwig Pucker. – Klagenfurt: Universitäts-Verlag Carinthia 1991. 525. 8°. Objekt-Nr.: 9.28, S. 166.

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Leihgeber: Universitätsbibliothek Klagenfurt (Kärnten), Codex Perg. HS 47
Ulrich von Zatzikhoven: Lanzelet (entstanden um 1194-1205)

© Universitätsbibliothek Klagenfurt


14. Jahrhundert; aus den Falzen der Handschrift Pap. 23 der Universitätsbibliothek Klagenfurt
Pergament, 1 Doppelblatt, Höhe 21/Breite 14 cm

Nach Hermann MENHARDT stammt die Trägerhandschrift unseres Fragments aus St. Paul und ist nach der Aufhebung durch Joseph II. nach Klagenfurt gelangt. Eine Überprüfung der Handschrift Pap. 23 läßt aber Zweifel an MENHARDTS Ansicht aufkommen; ein direkter Besitzvermerk fehlt, und das der Handschrift vorangestellte Kalendarium läßt das Entstehen der Handschrift in einem benediktinischen Männerkloster unwahrscheinlich erscheinen.
Die Vermutung, daß diese Handschrift aus dem St. Pauler Frauenkloster stammen könnte, müßte durch genauere Forschungen noch untermauert werden.
Der Text selbst umfaßt (mit Lücken) die Verse 3628-3891 aus Ulrichs "Lanzelet".


Hans Gröchenig


Literatur: Ernst TREMP, Ulrich von Zatzikhoven. In: Lexikon des Mittelalters 8, Sp. 1205f.
Hermann MENHARDT, Das neue Klagenfurter Lanzelet-Bruchstück Gk. In: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 59 (1929), S. 257-267.