Eilhart von Oberge (belegt zwischen 1189 u. 1209): Tristrant

Eilhart von Oberge (belegt zwischen 1189 u. 1209): Tristrant

In: Schatzhaus Kärntens. Landesausstellung St. Paul 1991. 900 Jahre Benediktinerstift. Teil 1: Katalog. Herausgegeben vom Ausstellungskuratorium. Redigiert von Hartwig Pucker. – Klagenfurt: Universitäts-Verlag Carinthia 1991. 525. 8°. Objekt-Nr.: 9.27, S. 165.

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Leihgeber: Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal (Kärnten), Codex 9/8
Eilhart von Oberge (belegt zwischen 1189 u. 1209): Tristrant

© Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal


Aus der Inkunabel 1.2.2/1 der Spitaler Provenienzgruppe, um 1300
Pergament, ein nahezu vollständiges Doppelblatt aus 6 Pergament Streifen, Höhe 17/Breite 13 cm

Der Text umfaßt die Verse 1029-1146 und 1615-1730 aus Eilharts Tristrant-Roman, der im Gegensatz zum berühmteren Tristan-Roman Gottfrieds von Straßburg vollendet wurde. Unser Fragment ist überlieferungsgeschichtlich von besonderer Bedeutung, weil es ein wichtiges Bindeglied zwischen den fragmentarisch überlieferten ältesten Textzeugen des Romans (R) und den beiden jüngeren, vollständigen Textzeugen D und H (15. Jahrhundert) darstellt. Unser Textfragment ist somit der älteste Textzeuge für die jüngere Fassung von Eilharts Roman.


Hans Gröchenig


Literatur: Volker MERTENS, Eilhart von Oberg. In: Lexikon des Mittelalters 3, Sp. 1728f.
Alois BRANDSTETTER, Über den Stellenwert des neugefundenen St. Pauler Fragments in der Überlieferung von Eilharts Tristrant. In: Festschrift für Ingo Reiffenstein zum 60. Geburtstag. Hrsg. von Peter K. Stein (Göppingen 1988), S. 339-352.
Hans GÖCHENIG, Peter PASCHER, Eilhart von Oberge. Tritrant. Neufund eines Pergamentfragments eines Handschrift des 13. Jahrhunderts. In: Buchkunde I (1984), S. 11-30.