© Prof. Hellmuth Gsöllpointner
Hellmuth Gsöllpointner, 1989
Chrom-Nickel-Stahl, 8teilig, 13 x 12 x 9 cm
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Aus Hellmuth Gsöllpointners mathematisch kalkulierter Kompositionsweise spricht des Künstlers vieljährige Bindung an die Industrie - und zwar konkret an die Abteilung für Metallplastik in den Lehrwerkstätten der VOEST-ALPINE Linz, der er ab 1955 als Leiter vorstand. Aus Grundkörpern entwickelt Gsöllpointner (geboren 1933 in Brunnwald bei Bad Leonfelden) sein signifikantes Präzisionsformenspiel, das sowohl in der Erosionstechnologie wie auch in der Sicherheitstechnik (Sicherheitsschlösser) seine nächste formale - und utilitaristische Parallele besitzt. Die handstückgroßen, mehrteiligen Metallstücke verleiten zum Verschiebespiel, zur permanenten Verwandlung auf freilich vorgegebenen Schnittachsen. Der Betrachter hat selbst den imaginären Code zu "knacken", um die faszinierende innere Tektonik der Skulptur zu durchmessen. Gsöllpointner gelang es, neben seiner ureigensten Profession als Metallplastiker, auch zahlreiche wichtige künstlerische Großveranstaltungen zu initiieren, die sich zumeist die künstlerische Nobilitierung von Stahl und Eisen zum Ziel setzten: In diesem Zusammenhang sind das Forum Stahl I (1971), das Forum Stahl II (1975) und das forum design (1980) zu nennen. Seit 1973 fungiert Gsöllpointner als Leiter der Meisterklasse Metall an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung, deren Geschicke er zwischen 1977 und 1981 auch als Rektor leiten sollte.
Norbert Loidol
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