Venus in der Schmiede des Vulkan

Venus in der Schmiede des Vulkan

In: Land der Hämmer. Heimat Eisenwurzen. Region Phyrn-Eisenwurzen. Katalog der Oberösterreichischen Landesausstellung 1998. Redigiert von Julius Stieber. – Salzburg: Residenz-Verlag 1998. 616. 8°. Objekt-Nr.: 1.3.1, S. 505.

Zum Anfang   Zurück   Vorwärts   Zum Ende

Fenster schließen


Leihgeber: Kunsthistorisches Museum (Wien), Gemäldegalerie, 2001
Venus in der Schmiede des Vulkan

© Kunsthistorisches Museum, Wien


Bartholomäus Spranger (Antwerpen 1546-1611 Prag), um 1610
Öl/Leinwand. Aus der Kunstkammer Rudolfs II. Höhe 140 cm. Breite 95 cm; mit Rahmen: Höhe 152 cm, Breite 108,5 cm.

Die Darstellung spielt in der Schmiede des Vulkan, und deren Protagonistin ist Venus. Im Hintergrund sieht man einen alten Mann, vielleicht Vulkan selbst, wie er am Amboß einen Schild in der Zange hält, den sein junger Gehilfe hämmert. Falls der Venus-Gatte im Bildhintergrund bereits dargestellt ist, tritt er in der Hauptszene noch einmal auf. Dieser muskulöse Mann ist weit entfernt von unserer Vorstellung des häßlichen und hinkenden Vulkan. Bei den beiden befindet sich auch Amor, der mit seinem Bogen und seinen Pfeilen assistiert.
Bartholomäus Spranger, bedeutender Vertreter des Manierismus, war ab 1575/1576 Hofmaler Kaiser Maximilians II. in Wien und ab 1581 Kaiser Rudolfs II. in Prag. Mit dem zum Spätwerk Sprangers gehörenden Gemälde "Venus in der Schmiede des Vulkan" kehrt der Künstler zu einem Thema zurück, das er schon mehr als zehn Jahre vorher in einer anderen Form bearbeitet hat (Graz, Landesmuseum Joanneum, Inv. Nr. 67).


Norbert Loidol


Literatur: Prag um 1600. Kunst und Kultur am Hofe Kaiser Rudolfs II. Ausstellung KHM Wien, 1. Band (Freren 1988), S. 283f., Nr. 164. – S. FERINO-PAGDEN, W. PROHASKA, K. SCHÜTZ, Die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums in Wien – Verzeichnis der Gemälde. Herausgegeben vom Kunsthistorischen Museum, Führer Nr. 40 (Wien 1991), S. 116 und T. 361.